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Freitod und Todessehnsucht. Ein Lebens- und Zeitgefühl im Umkreis Rainer Maria Rilkes

Freitod und Todessehnsucht. Ein Lebens- und Zeitgefühl im Umkreis Rainer Maria Rilkes

vonHöbald, Hannes
Deutsch, Erscheinungstermin 28.09.2017
lieferbar

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Informationen zum Titel

978-3-668-53759-0
München
28.09.2017
2017
1
1. Auflage
eBook
PDF ohne DRM
83
München
Deutsch
914 kB
Literaturwissenschaft: 1800 bis 1900
Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,8, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: "Freitod und Todessehnsucht als Lebens- und Zeitgefühl im Umkreis Rilkes", ein Titel, der am Anfang eine kleine Erklärung nötig macht. Mit Umkreis ist nicht der nähere Kreis um Rilke gemeint, sondern der zeitliche Umkreis in dem Rilke gelebt hat, also die Zeit zwischen seiner Geburt und seinem Tod. Rilkes Lebenszeit wurde als Zeitrahmen gewählt, da sein Leben sich mit dem vieler anderer berühmter Menschen überschneidet und er ist so bekannt, dass jeder in etwa weiß, wann er gelebt hat und wann er gestorben ist, während das bei literarischen Strömungen oftmals nicht der Fall ist. Rilkes Leben als zeitlicher Rahmen bietet auch eine gewisse Flexibilität, durch die man nicht so fest an bestimmte Zeitpunkte gebunden ist, wie bei der Verwendung selbst gewählter Zeitabschnitte, aber der Zeitrahmen ist trotzdem noch fest genug, um ein zeitliches Ausufern des Themas zu verhindern.

Die Frage dieser Arbeit ist nun, ob im genannten zeitlichen Rahmen Freitod und Todessehnsucht so prägnant vorkommen, dass sich hierbei schon von einem Lebens- und Zeitgefühl sprechen lässt, welches viele Menschen und die Zeit entscheidend mitgeprägt hat. Es kann natürlich auch sein, dass es sich hierbei bloß um literarische Motive handelt und die Menschen weder Todessehnsucht noch das Verlangen gespürt haben, sich umzubringen. Es stellt sich also die Frage, ob Literatur und Gesellschaft der Zeit bei diesen beiden Themen Hand in Hand gehen oder ob sie völlig auseinanderklaffen und man genannte Phänomene vorrangig als bloße literarische Motive vorfindet, während sie in der Gesellschaft bloß ein irrelevantes Nischendasein führen. Dass ausgerechnet zwei eher suizidale Phänomene für die Fragestellung gewählt wurden, lässt sich damit erklären, dass sowohl die Todessehnsucht als auch der Freitod den Menschen schon seit Jahrhunderten begleiten und entsprechend vielfach literarisch bearbeitet wurden und auch viele Personen dadurch fast gestorben oder wirklich gestorben sind. Dies führt dann zu der Frage, ob es bestimmte Zeiten gibt, in denen diese Phänomene auch als Lebens- und Zeitgefühl auftreten, aber da nicht sämtliche Zeiträume untersucht werden können in dieser Arbeit, liegt der Fokus auf der Zeit, in der Rilke lebte.
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