Carve-out-Transaktionen, die als Spaltung nach dem Umwandlungsgesetz strukturiert werden, gewinnen in der Unternehmenspraxis zunehmend an Bedeutung, unterliegen jedoch einem komplexen Haftungssystem, das ihre Tauglichkeit für Transaktionsvorhaben spürbar einschränken kann. Melina Maren Grauschopf untersucht,...
A. Einführung I. Einführung in die Themenstellung II. Untersuchungsgegenstand und Ziel der Untersuchung III. Vorgehensweise und Gang der Untersuchung B. Carve-out-Transaktionen nach dem Umwandlungsgesetz I. Begriffsbestimmung der Carve-out-Transaktion II. Zielrichtung von Carve-out-Transaktionen und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands III. Strukturierungsmöglichkeiten einer Carve-out-Transaktion C. Das Haftungssystem des Umwandlungsgesetzes im Überblick I. Beweggründe für das Haftungssystem II. Überblick über die relevanten Haftungsnormen III. Die Nachhaftung gemäß 133 UmwG IV. Die Sicherheitsleistung gemäß
22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwG 87 V. Die Organhaftung gemäß
25, 125 Satz 1 UmwG VI. Weitere Haftungsnormen innerhalb und außerhalb des Umwandlungsgesetzes D. Auswirkungen des Haftungssystems des Umwandlungsgesetzes auf Carve-out-Transaktionen I. Auswirkungen des Haftungssystems des 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG auf Carve-out-Transaktionen II. Auswirkungen des Haftungssystems der
22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwG auf Carve-out-Transaktionen III. Auswirkungen des Haftungssystems der
25, 125 Satz 1 UmwG auf Carve-out-Transaktionen E. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen I. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG II. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei
22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwG III. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei
25, 125 Satz 1 UmwG F. Reform I. Reformbedürftigkeit des Haftungssystems des Umwandlungsgesetzes im Hinblick auf Carve-out-Transaktionen II. Reformvorschlag G. Schlussbetrachtung und Ausblick H. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse in Thesen
Carve-out-Transaktionen, die als Spaltung nach dem Umwandlungsgesetz strukturiert werden, gewinnen in der Unternehmenspraxis zunehmend an Bedeutung, unterliegen jedoch einem komplexen Haftungssystem, das ihre Tauglichkeit für Transaktionsvorhaben spürbar einschränken kann. Melina Maren Grauschopf untersucht, inwieweit das Haftungssystem die Spaltung als Strukturierungsoption für Carve-out-Transaktionen infrage stellt, zeigt Wege zur Begrenzung haftungsrechtlicher Belastungen im Carve-out-Prozess und entwickelt Reformvorschläge, die widerstreitende Interessen der beteiligten Akteure in ein ausgewogenes Verhältnis bringen.
Geboren 1990; Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Würzburg und Bristol; 2016 Erste Juristische Prüfung; Rechtsreferendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg; 2018 Zweite Juristische Staatsprüfung; Rechtsanwältin in München; Secondment in New York; 2024 Promotion (Bochum).